Vorankündigung AG Strukturpolitik

Liebe Mitstreiter des Vereins Selbstverwaltung für Thüringen,

die nächste AG Strukturpolitik findet am 11.07.2018 um 17:00 Uhr in der Geschäftsstelle in Kahla statt.

 

Tagesordnung:

1. Begrüßung und Einführung in das Thema

2. Zusammenhang zwischen Struktur und Finanzierung/Finanzausgleich

3. Möglichkeiten der kommunalen Gemeinschaftsarbeit

– Durchführungs- und Übertragungszweckvereinbarungen

– Zusammenlegung von Verwaltungen

– Zusammenlegung von einzelnen Ämtern unterschiedlicher Verwaltungen

– funktionierende Beispiele

4. Diskussion und gemeinsamer Erfahrungsaustausch

5. Sonstiges

 

Wir bitten um Teilnahmerückmeldung!

 

Mit freundlichen Grüßen
Selbstverwaltung für Thüringen e.V

Mitgliederversammlung am 18. April 2018

Der Vorstand des Vereins lädt alle Mitglieder und Gäste herzlich zur nächsten Mitgliederversammlung am Mittwoch, dem 18. April 2018 um 17:00 Uhr in das Gemeindehaus nach Großschwabhausen, Am Hohlstedter Weg 3, 99441 Großschwabhausen ein.
Tagesordnung:
1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Kommunaler Finanzausgleich – Auswirkungen und Folgen
Gastreferentin: Katrin Waldner vom Thüringer Bildungswerk*
3. Satzungsänderungen
4. Informationen zur Änderung der ThürKO (insbesondere: Doppelte Mehrheit)
5. Wahl des Vorstandes
6. Sonstiges

Hinweis:*Die Referentin des Thüringer Bildungswerkes wird schwerpunktmäßig über die aktuellen Entwicklung im Bereich beitragsfreies Kitajahr, Investitionspauschale und „Sondertöpfe“ des kommunalen Finanzausgleiches informieren.

Ein weiterer Schwerpunkt ist zweifelsohne die Rechtmäßigkeit von Gemeindeneugliederungen hinsichtlich der Änderung und des Inkrafttretens der ThürKO.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme und interessante Diskussionen!

Mit freundlichen Grüßen
Selbstverwaltung für Thüringen e.V.

Mitgliederinformation – Eckpunktepapier „Thüringer Verbandsgemeinde“

Liebe Mitglieder des Vereins Selbstverwaltung für Thüringen,

in den letzten Tagen wurde vom GStB Thüringen das Eckpunktepapier des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales zur Einführung einer „Thüringer Verbandsgemeinde“ verschickt. Des Weiteren möchte der GStB ein Stimmungsbild ermitteln, ob die „Thüringer Verbandgemeinde“ als Modell begrüßt wird und wie die Einführung von Mindesteinwohnerzahlen bewertet wird.

Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Verbandsgemeinde nach Rheinland/Pfälzischen Modell, der „Thüringer Verbandsgemeinde“ und der bestehenden Verwaltungsgemeinschaft kommen wir zu folgendem Ergebnis.

Der Verein und die Arbeitsgemeinschaft Selbstverwaltung haben sich bereits im Jahr 2015 mit alternativen Verwaltungsformen beschäftigt, so auch der Verbandsgemeinde nach rheinland-pfälzischem Modell. Die nunmehr vorgestellten Eckpunkte erinnern in weiten Teilen an die Regelungen aus Rheinland-Pfalz. Eine abschließende Bewertung konnte aufgrund der Kürze der Zeit nicht stattfinden. Wir geben jedoch zu bedenken:

1. Die Befugnisse der einzelnen Gemeinden und damit die demokratische Teilhabe der Bevölkerung werden in der Verwaltungsform der Verwaltungsgemeinschaft gewahrt. Diese Rechte werden in einer Verbandsgemeinde stark eingeschränkt, da ein großer Teil der jetzt gemeindlichen Aufgaben im Verbandsgemeindemodell Aufgabe der Verbandsgemeinde werden. Diese Aufgaben werden den Kommunen entzogen und damit auch die Entscheidungsbefugnisse.

Wir werden über Inhalt und Auswirkungen des Eckpunktepapiers in Kürze informieren.

2. Wir sind auch weiterhin der Auffassung, dass von der Einführung von Mindestgrößen für Gemeinden oder Verwaltungsformen generell abgesehen werden sollte.

Die Aktivitäten des Vereins richten sich nicht gegen jegliche Veränderung, Politik ist ohne Kompromisse nicht möglich. Wir vermissen jedoch nach wie vor den Nachweis, daß die Verwaltungsgemeinschaft als Verwaltungsform unpraktikabel und uneffektiv ist. Die Verbandsgemeinde wird in anderen Bundesländern praktiziert, es soll auch nicht in Abrede gestellt werden, daß sie funktioniert. Wir stehen jedoch auf dem Standpunkt, daß die Einführung der Verbandsgemeinde in Thüringen nur dann erfolgen sollte, wenn ihre Vorzüge nachweisbar und insbesondere derart gewichtig sind, daß sie die Einbußen an demokratischen Selbstverwaltungsrechten rechtfertigen können. Zumindest bis zum heutigen Tag sind die Vorzüge der Verbandsgemeinde gegenüber der Verwaltungsgemeinschaft nicht erkennbar.

Wir sehen daher die Verwaltungsgemeinschaft nach wie vor als die Garantin der kommunalen Selbstverwaltung und politischen Teilhabe der Bevölkerung.

Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen!

Selbstverwaltung für Thüringen e.V.

Presseerklärung zur angekündigten Verbandsgemeinde

Möbius: Landesregierung zeigt wenig Überzeugendes zur Gebietsreform

Selbstverwaltung für Thüringen e.V. sieht nach wie vor keinen Nachweis der Sinnhaftigkeit

Kahla / Hermsdorf, 14. September.

Wie der Thüringer Allgemeinen heute zu entnehmen war, stehen die Pläne des neuen Innenministers bereits wieder fest. Vereinschefin Constance Möbius zeigt sich überrascht: „Anstatt in Ruhe die Hinweise und Kritiken der Kommunalpolitiker auf der Versammlung des Gemeinde-und Städtebunds am Dienstag in Hermsdorf zu durchdenken, wird der nächste unausgegorene Entwurf unter die Leute gebracht.“ Von der angekündigten besseren Kommunikationskultur sei da nicht viel zu spüren. Hauptkritik des Vereins: „Eine Reform der Reform willen, nur um das Gesicht der rot-rot-grünen Regierungskoalition zu wahren, bringt herzlich wenig und schadet dem Land.“ Möbius weiter: „Nach wie vor hat die Landesregierung keinen Vorteil der Gebietsreform nachgewiesen. Und statt endlich diesen grundlegenden Fehler auszuräumen, wird einfach mal das nächste Fragment eines Modells propagiert.“ Ihr Verein sperre sich nicht gegen Veränderungen. Doch die seien vor allem auf administrativem Feld zu leisten. Statt wie angeboten miteinander ins Gespräch zu kommen, wird die kommunale Familie wieder vor vollendete Tatsachen gesetzt. Die Vereinsvorsitzende forderte am Dienstag in Hermsdorf den Erhalt der Verwaltungsgemeinschaften als funktionierende und bewährte Verwaltungsstruktur. „Man brauche keine Kopie eines anderen Bundeslandes. Die Thüringer Kommunen wollen ein Thüringer Modell, das bei der Funktionsanalyse der Verwaltungsgemeinschaft beginnt.“

Mit freundlichen Grüßen
Selbstverwaltung für Thüringen e.V.